Das Shire Horse

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Das Shire Horse

  • Steckbrief   
  • Die Geschichte der Shires
  • Das Exterieur
  • Das Interieur
  • Die Verwendung                                                           

             

Steckbrief

Herkunft: England
Größe:

bei Stuten mindestens 1,63m; bei Wallachen und Hengstens 1,68m; durchschnittliche Widerristhöhe etwa 1,80m

Gewicht: ca. 750 bis 1200 kg
Farben:

Rappen, Braune, seltener Schimmel 

(roan und Fuchs ist bei Hengsten nicht zugelassen)

Exterieur: langer, schlanker Ramskopf mit freundlichen Augen, gut aufgesetzter Hals, kurzer, stark bemuskelter Rücken, hochangesetzter Schweif, Beine mit langem Kötenbehang
Charakter: äußerst gutmütig, trotzdem nicht ohne Temperament, lernwillig, Shire werden auch als die sanften Riesen also "The Gentle Giants" bezeichnet"
Verwendung: Freizeitreiten, Dressur- und Showpferd, Zug- und Arbeitspferd

 

Die Geschichte der Shires

Sie geht auf die sogenannten "Great Horses" zurück, welche im Mittelalter in Britannien als Ritterpferde gezüchtet wurden. Diese Pferde mussten den Ritter in voller Rüstung tragen und trotzdem noch relativ schnell und wendig sein.

Später wurde es als Zug- und Arbeitspferd verwendet. Es wurde in der Landwirtschaft eingesetzt, im Straßenverkehr um Busse oder Straßenbahnen zu ziehen und im Frachttransport indem sie zum Beispiel die schweren Kähne flussaufwärts zogen. 

Die Rasse wurde durch Friesen, die niederländische Bauunternehmer mit nach England brachten, stark beeinflusst.

1878 wurde das erste Stutbuch herausgegeben, der Zuchtverband nannte sich zunächst "English Cart Horse". Sechs Jahre später entstand dann die "Shire Horse Society".

Die Bezeichnung Shire leitet sich von den englischen Grafschaften Derbyshire, Leicestershire, Lincolnshire und Staffordshire ab.

Mit der zunehmenden Industrialisierung im 19. und 20 Jahrhundert starb die Rasse fast aus. Es ist nur dem Einsatz einzelner Züchter und einigen englischen Bierbrauereien, die den Shire als Repräsentatierpferd vor ihren Brauereiwagen einsetzten, zu verdanken, dass diese hervorragende Rasse noch existiert.

                             

Das Exterieur

Zuchtziel ist ein kräftiger Körperbau mit gut ausgebildeter Muskulatur, mit einem langen, leicht gebogenen, gut aufgesetztem Hals und einem langem schmalen Ramskopf mit gutmütigen Augen. Glasäugige Hengste werden nicht gekört. Der Shire sollte eine kraftvolle und schräge Schulter haben und einen Brustumfang von 180 bis 240 Zentimeter. Der Rücken sollte kurz, stark und gut bemuskelt sein und einen harmonischen Übergang in die Lendenpartie haben. Der Schweif muss hoch angesetzt sein. Wünschenswert sind gleichmäßig gewölbte, keine flachen Rippenbögen.

Vorder- und Hinterbeine sollen einen korrekten, gradlinigen Bewegungsablauf mit entsprechender Aktion zeigen und keine schwammigen Gelenke aufweisen. Hengste sollten ein Mindeststockmaß von 168 Zentimeter aufweisen, bei Stuten liegt es bei 163 Zentimetern. Der Rassedurchschnitt liegt bei 178 Zentimeter.

Die Farben sind Rappe, braun, kastanienbraun oder seltener Schimmel. Füchse oder Braun-, Rapp- oder Rotschimmel (roan) und Schecken werden nicht gewünscht und nicht gekört.

Ein ausgewachsener Shire Hengst sollte 900 bis 1200 Kilogramm wiegen (etwa das Doppelte eines Warmblutpferdes und das Dreifache eines Arabers). Die Röhrbeinstärke misst im Durchschnitt 28 Zentimeter (im Vergleich zum Araber: 17 bis 19 Zentimeter) und es wurden auch schon bis zu 32 Zentimeter gemessen. Die Hufe sollten breit mit gleichmäßigem Tragrand sein. 

 

Das Interieur

Der Shire Hengst sollte einen starken Charakter aufweisen, die Stuten sollen eine weibliche, mütterliche Ausstrahlung haben, und der Wallach soll mutig sein und einen vollen Arbeitstag bewältigen können.

Das Shire Horse hat durchaus Temperament. Es lässt sich aber aufgrund seiner Gutmütigkeit vielseitig einsetzen, es ist gelehrig und hat ein freundliches und menschenbezogenes Wesen.

 

Die Verwendung

Durch sein Majestätisches und imponierendes Auftreten, seine enorme Größe und sein auffälliges, nicht zu übersehendes Äußeres ist das Shire Horse ohne Zweifel als Repräsentatierpferd wie geschaffen. Aber nicht nur bei Showveranstaltungen zeigen sie ihre Stärke und ihren Arbetseifer vor dem Pflug, beim Holzrücken oder beim Transport von Lasten. Brauerein und Speditionen zum Beispiel spannen Shires gerne zu Werbezwecken vor ihre Wagen.

Hierzulande wird er vor die Kutsche gespannt, freizeitmäßig und auch dressurmäßig geritten. Er repräsentiert sich vor Showfahrzeugen und eignet sich für fast alle Arten von Showauftritten.

Auch als Zirkus- oder Therapiepferd findest er seinen Einsatz.



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